Luxembourgeois

Isabel Spigarelli Die Protestschilder sind ver-staut, die Banderolen zusam-mengefaltet: Der feministi-sche Kampftag ist längst vor-bei. Die Debatte, wie politisch und radikal er sein muss, aber nicht. Weder im Ausland noch in Luxemburg. Es ist der 8. März 2026. In Luxem-burg-Stadt spielt das Orchester, die Fahnen wehen, die Menschenmas-se bewegt sich auf den „Pont Adol-phe" zu. Eine Gruppe vermumm-ter Personen drängt sich nach vorn, geht zu Boden. Sie halten Grabstei-ne aus Pappe hoch. Darauf stehen keine Namen, sondern Zahlen*: „165 Mädchen starben im Iran durch den Angriff der USA und von Israel", „Eine von drei Frauen erlebt im Kongo sexualisierte Ge-walt durch modernen Kolonialis-mus". Hinter der Aktion steckt „Mega-phone": ein autonomes Kollektiv, das 2024 entstand und sich unter anderem als queer-feministisch und antifaschistisch definiert. Wa-rum die Grabsteine? Aus Protest gegen Krieg, Ohnmacht, Politik -und die Plattform „Journée inter-nationale des femmes" (JIF). De-ren „Marche féministe" verkom-me zum jährlichen Stadtspazier-gang. Statt politischen Mut zu zei-gen, versuche die JIF, für ein brei-teres Publikum zugänglich zu sein. Auf Kosten klarer Bekenntnisse und der Intersektionalität - ange-fangen bei der Aufteilung der Blö-cke. „Die schockiert uns am meis-ten", sagt „Megaphone" dem Ta- geblatt. „Niemand verbietet den Politiker*innen, mitzulaufen, aber die Aktivist*innen haben Priori-tät." Ein Blick auf die Ordnung des Marschs zeigt: Die Politik war näher an der ersten Reihe als der radikale Block oder iranische Frauen. Parteien bleiben Teil der JIF, Mittgen tritt kürzer Line Wies, Mitglied von „déi Lénk", ist bei der JIF für die Rei-henfolge zuständig. „Wir organi-sieren den Marsch seit 2020 nach denselben Prinzipien", erklärt sie auf Nachfrage. Gemeinsam mit Maxime Miltgen, seit Mitte März Co-Präsidentin der LSAP und ebenfalls Teil der JIF, reagiert sie auf die Kritik von „Megaphone". „Die JIF-Mitglieder bilden die ers-te Reihe. Der zweite Block vari-iert je nach Themenschwerpunkt des Frauenkampftages. 2026 wa-ren dies Beschäftigte des Pflege-rind Gesundheitssektors sowie die Mitgliederorganisationen der JIF, die in den Feldern aktiv sind. Sie ermutigen nicht nur ihre Ange-stellten zur Teilnahme an der De-mo, sondern auch die Menschen, für die sie sich einsetzen." Auf den Gesundheitssektor folgten weitere JIF-Mitglieder, unter anderem poli-tische Parteien. Aktuell sind das „déi gréng" und „déi Lénk". Hinzu kommen die „Femmes socialistes" der LSAP und „déi jonk gréng". Die Regie-rungsparteien DP und CSV sind nicht dabei. Miltgen betont: „Wenn Regierungsparteien Teil der JIF sind, müssen wir besonders wach-sam sein und darauf achten, dass ihre Politik unseren Forderungen nicht widerspricht." Parteien oder Organisationen, die der JIF ange-hören oder beitreten wollen, müs-sen eine Charta unterzeichnen, in der sie sich unter anderem zu einer Erhöhung des Mindestlohns oder der Arbeitszeitverkürzung beken-nen. Die Teilnahme der Politik an der JIF ist dennoch ein Dauerthema im Organisationsteam, verrät Wies. Die Debatte sei wichtig, aber: „Die Politiker*innen tragen die Forde-rungen der JIF an die Parteileitung heran. Gibt es parteiintern Ge-sprächsbedarf, unterstützen wir uns gegenseitig." Maxime Miltgen pflichtet ihr bei und fügt hinzu: „Am Ende sind es die Abgeordne-ten, die unsere Forderungen im Parlament durchbringen müssen." Sie verweist auch darauf, dass sich vor allem unabhängige Subgrup-pen der Parteien für die JIF enga-gieren. „Sie kritisieren die eigene Partei", betont Miltgen. Das erklärt ihre Entscheidung, in Zukunft bei der JIF kürzerzutreten. Jetzt, wo sie eine Führungsposition bei der LSAP innehat, und die ge-samte Partei repräsentiert. „Als Co-Präsidentin möchte ich die ,Marche féministe' weiter mitorga-nisieren, aber ich werde mich zu-rückziehen. Die JIF ist - in dem Sinne - keine Plattform für Politi- ker. Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, sie für meine Partei aus-zunutzen." Zurück zum Marsch am 8. März: Hinter den zuvor genannten Blö-cken befanden sich die angemelde-ten Gruppen, die nicht Teil der Or-ganisationsplattform sind. „Sie bil-den den zweiten, großen Teil der Demo", so Line Wies. „Wir versu-chen, die Menschen, die am stärks-ten marginalisiert sind, möglichst vorn zu platzieren." 2026 war das der pro-palästinensische Verbund „Collectives4Palestine". Auch da-für erhielt die JIF Kritik. Nicht von „Megaphone", sondern von Einzel-personen. Manche machten kehrt, als sie Pro-Palästina-Flaggen er-kannten. Die Luxemburger Presse ging bis-her allerdings kaum auf die Aktion von „Megaphone" oder auf den po-litischen Riss ein, der sich zuneh-mend durch den Feminismus zieht. „Der Krieg in Gaza spaltet die femi-nistische Bewegung", schrieb die taz hingegen schon 2025. Die Zei-tung zitiert Jannis Grimm, der an der Freien Universität zu Palästi-na-Solidaritätsbewegungen in Deutschland forscht. Einerseits ge-be es einen „liberalen, westlichen, oftmals weißen Feminismus, der in seiner vermeintlich emanzipatori-schen Haltung exklusiv" sei. Ande-rerseits bestehe eine jüngere queer-feministische Bewegung, stark ge-prägt durch dekoloniale Kämpfe des Globalen Südens. Für Wies und Miltgen ist klar: Die JIF lehnt die Teilnahme dieser Bewegung nicht ab. „Besonders bei Angriffskriegen verlieren zuerst Frauen und LGBTIQ-Communi- ties ihre Rechte - und das soll am Frauenkampftag sichtbar sein", un-terstreicht Miltgen. „Wir stehen für 3 ihre Rechte ein. Das ist uns als Plattform wichtig." Das scheint schwer vereinbar mit dem, was „Megaphone" berichtet: „Wir stie-ßen auf Feindseligkeit seitens der JIF. Ein Mitglied blockierte unsere Aktion mit ihrem Körper. Die Poli-zei wurde herbeigerufen. Das ver-wunderte uns, denn wir verhielten uns friedlich und stellten sicher, dass die anderen Teilnehmer innen ohne Probleme an uns vorbeilaufen konnten." Wies und Miltgen streiten das nicht ab, verweisen aber auf Druck, Angst und Überforderung. Das Or-ganisationsteam arbeite ehrenamt-lich. Es war nicht im Bild. Die Per-formance überraschte. Die Abspra-che mit der Polizei war, so Wies und Miltgen, notwendig. „Es wird im-mer schwerer, für alle einen mög-lichst ,Safe Space` zu schaffen", sagt Wies. „Der Nahostkonflikt provo-ziert Abzweigungen, der Krieg im Iran ebenso. Wir müssen Pufferzo-nen vorsehen, um Ausschreitungen vorzubeugen." Durch eine unange-meldete Performance drohe Stau. Die Organisatorinnen wollten ver-meiden, dass unterschiedliche Gruppen in Konflikte geraten. In Luxemburg kam es nicht dazu, i

Français

Isabelle Spigarelli Les pancartes de protestation sont rangées, les banderoles repliées : la journée de lutte féministe se fait attendre depuis longtemps. Le débat sur la façon dont il doit être politique et radical, mais pas. Ni à l'étranger ni au Luxembourg. Nous sommes le 8 mars 2026. A Luxembourg-Ville, l'orchestre joue, les drapeaux flottent, la foule se dirige vers le "Pont Adol-phe". Un groupe de mutilés avance toujours et se dirige vers Boden. Ils brandissent des pierres tombales en carton. Il n'y a pas de noms, mais des chiffres* : « 165 filles sont mortes en Iran à cause de l'attaque des États-Unis et d'Israël », « Une femme sur trois a été victime de violences sexualisées au Congo à cause du colonialisme moderne ». Derrière l'action se cache « Mega-phone » : un collectif autonome créé en 2024 et qui se définit, entre autres, comme queer-féministe et antifasciste. Pourquoi ces pierres tombales ? En protestation contre la guerre, l'impuissance, la politique - et la plateforme "Journée internationale des femmes" (JIF). La "Marche féministe" est devenue partie intégrante de la promenade annuelle de la ville. Au lieu de faire preuve de courage politique, le JIF essaie d’être accessible à un public plus large. Au détriment d’aveux clairs et d’intersectionnalité – à commencer par la division des blocs."Celui qui nous choque le plus", dit "Megaphone" à Ta- feuilleté "Personne n'interdit aux politiques de se présenter, mais les militants ont la priorité." Un coup d’œil à l’ordre de la marche montre que la politique était plus proche du premier rang que le bloc radical ou les femmes iraniennes. Les partis en font toujours partie JIF, Mittgen donne un coup de pied plus court Line Wies, membre de « la Lénk", est responsable du déroulement des événements au JIF. "Nous organisons la marche selon les mêmes principes depuis 2020", explique-t-elle interrogée. Aux côtés de Maxime Miltgen, depuis mi-mars Co-présidente du LSAP et également membre du JIF, elle répond aux critiques de « Mégaphone ». "Les membres de la JIF forment la première rangée. Le deuxième bloc varie en fonction de l'objectif de la Journée de la femme. En 2026, il s'agissait des salariés du secteur des soins infirmiers et de la santé ainsi que des organisations membres de la JIF actives dans ce domaine. Ils encouragent non seulement leurs salariés à participer à la manifestation, mais aussi les personnes pour lesquelles ils travaillent." Le secteur de la santé a été suivi par d'autres membres du JIF, notamment des partis politiques. Actuellement, ce sont « les verts » et "la gauche".De plus, ils "Femmes socialistes" du LSAP et "les jeunes verts". Les partis au pouvoir, DP et CSV, ne sont pas là. Miltgen souligne : "Si les partis au pouvoir font partie du JIF, nous devons être particulièrement vigilants et veiller à ce que leurs politiques ne contredisent pas nos exigences." Les partis ou organisations qui appartiennent ou souhaitent adhérer à la JIF doivent signer une charte dans laquelle ils acceptent, entre autres, une augmentation du salaire minimum ou une réduction du temps de travail. La participation du politique dans JIF est toujours un sujet permanent au sein de l'équipe d'organisation, révèle Wies. Le débat est important, mais : "Les politiques portent les revendications du JIF à la direction du parti. Si des discussions internes au parti sont nécessaires, nous nous soutenons mutuellement." Maxime Miltgen est d'accord avec elle et ajoute : "En fin de compte, ce sont les députés qui doivent faire passer nos revendications au Parlement." Elle souligne également que des sous-groupes de partis essentiellement indépendants sont engagés dans le JIF. "Ils critiquent les leurs parti", souligne Miltgen. Cela explique sa décision de rejoindre la JIF à l'avenir. Aujourd’hui, elle occupe une position de leader au LSAP et représente l’ensemble du parti."Comme Je veux être co-président La Marche féministe continuera à co-organiser, mais je me retirerai. Le JIF n'est - en ce sens - pas une plateforme de débat politique. ker. Je ne veux pas donner l'impression de les exploiter pour mon parti." Retour à la marche du 8 mars : Derrière les blocages mentionnés précédemment se trouvaient les groupes enregistrés, qui ne font pas partie de la plateforme organisationnelle. "Ils constituent la deuxième et grande partie de la démo", explique Line Wies. "Nous essayons de placer le plus possible au front les personnes les plus marginalisées." En 2026, il s'agissait de l'association pro-palestinienne « Collectives4Palestine ». Le JIF a également été critiqué à ce sujet. Pas de "Mégaphone", mais par des particuliers. Certains se sont détournés lorsqu’ils ont reconnu des drapeaux pro-palestiniens. Mais jusqu'à présent, la presse luxembourgeoise n'a guère commenté l'action de "Megaphone" ni la fracture politique qui traverse de plus en plus le féminisme. "La guerre à Gaza divise le mouvement féministe", écrivait en revanche le taz dès 2025. Le journal cite Jannis Grimm, qui à l'Université libre de Palestine et Solidarité L’Allemagne fait des recherches.D’un côté, il y a un « féminisme libéral, occidental, souvent blanc, exclusif dans son attitude prétendument émancipatrice ». D’un autre côté, il existe un mouvement queer-féministe plus jeune, fortement façonné par les luttes décoloniales des pays du Sud. Pour Wies et Miltgen, c’est clair : Le JIF rejette la participation de ces N'arrêtez pas de bouger. "Surtout à Les guerres d’agression sont les premières à perdre des femmes et des communautés LGBTIQ leurs droits - et cela devrait être Frauenkampftag soit visible", un-terstreich Miltgen. "Nous défendons 3 leurs droits. C'est important pour nous en tant que plateforme. » Cela semble difficilement compatible avec ce que rapporte "Megaphone" : "Nous avons rencontré l'hostilité du JIF. Un membre a bloqué notre action avec son corps. La police a été appelée. Cela nous a surpris, car nous nous sommes comportés de manière pacifique et avons veillé à ce que les autres participants passent devant nous sans problème. pourrait." Wies et Miltgen ne le nient pas, mais évoquent la pression, la peur et l’exigence excessive. L'équipe d'organisation travaille sur une base bénévole. Ce n'était pas sur la photo. La performance a surpris. L'accord avec la police était, selon Wies et Miltgen, nécessaire."Il devient de plus en plus difficile de créer un espace aussi sûr que possible pour tout le monde", déclare Wies. "Le conflit au Moyen-Orient provoque des déviations, la guerre en Iran également. Nous devons prévoir des zones tampons pour éviter les épidémies." Une représentation inopinée menace les embouteillages. Les organisateurs voulaient éviter que différents groupes n'entrent en conflit. Au Luxembourg, cela ne s'est pas produit, je

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